Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Messel,
die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat für die Gemeinde Messel einen hohen Stellenwert. Auch wenn außergewöhnliche Ereignisse wie schwere Unwetter, langanhaltende Stromausfälle, Hochwasser oder andere Krisenlagen selten eintreten, können sie das öffentliche Leben erheblich beeinträchtigen und gewohnte Abläufe kurzfristig verändern.
Die Gemeinde Messel bereitet sich gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr, den Hilfsorganisationen, den Versorgungsunternehmen sowie den zuständigen Behörden auf solche Situationen vor. Ziel ist es, auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben und die Bevölkerung bestmöglich zu unterstützen.
Dennoch zeigen Erfahrungen aus vergangenen Schadensereignissen, dass staatliche und kommunale Hilfe nicht jederzeit und überall sofort verfügbar sein kann. Gerade in den ersten Stunden einer größeren Schadenslage kommt der persönlichen Vorsorge eine besondere Bedeutung zu. Wer für sich und seine Familie vorbereitet ist, trägt dazu bei, die Einsatzkräfte zu entlasten und Hilfe dort zu ermöglichen, wo sie besonders dringend benötigt wird.
Eine funktionierende Krisenvorsorge basiert auf drei wichtigen Säulen: Eigenverantwortung, gegenseitige Unterstützung in der Nachbarschaft und die organisierte Hilfe durch Feuerwehr, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen und Verwaltung. Nur durch das Zusammenspiel dieser Bereiche können außergewöhnliche Lagen erfolgreich bewältigt werden.
Mit dieser Kurzinformation möchten wir Ihnen einen Überblick darüber geben, welche Maßnahmen die Gemeinde Messel im Krisenfall ergreift und wie Sie selbst mit einfachen Mitteln Vorsorge treffen können. Bereits kleine Vorbereitungen können im Ernstfall einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit Ihrer Familie und unserer gesamten Gemeinde leisten.
Lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass Messel auch in schwierigen Situationen gut vorbereitet ist.
Ihr Bürgermeister
Dr.-Ing. Thorsten Buhrmester
GRUNDSATZ FÜR ERFOLGREICHE KRISENBEWÄLTIGUNG:
SELBSTHILFE VOR NACHBARSCHAFTSHILFE VOR ORGANISIERTER HILFE
Warum ist es wichtig? Wer sich in einer Krisensituation selbst helfen kann, unterstützt damit auch die Einsatzkräfte. Dadurch bleiben mehr Kapazitäten für Menschen, die dringend Hilfe benötigen und nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen. So kann die verfügbare Unterstützung gezielt dort eingesetzt werden, wo sie am meisten gebraucht wird.
WAS DIE GEMEINDE MESSEL LEISTET
- Feuerwehrgerätehaus als Anlaufstelle: Bei einer Großschadenslage wird unser Feuerwehrgerätehaus besetzt. Es dient als Info-Point und Anlaufstelle für Hilfesuchende. Ein weiterer Info-Point befindet sich am Rathaus (Schaukasten für Bekanntmachungen)
- Information und Bekanntmachungskästen: Wenn digitale Kanäle ausfallen, informiert die Gemeinde über Bekanntmachungskästen am Rathaus.
- Krisenstäbe werden aktiviert: Verwaltungsstab (Koordination und Lagebewertung) und Operativer Stab (Feuerwehr, Einsatzführung und Gefahrenabwehr).
- Wärmeinseln (sehr begrenzter Umfang): Die Gemeinde richtet Wärmeinseln insbesondere für diejenigen Messlerinnen und Messler ein, die weder zu Hause Wärme erzeugen können (z. B. weil Speicherlösungen oder Holz fehlen) noch bei Verwandten, Freunden oder Bekannten unterkommen können. Diese Wärmeinseln bieten jedoch nur eingeschränkt Plätze und Möglichkeiten.
- Wasserversorgung: Bei Stromausfall hat die Gemeinde zusammen mit dem Zweckverband Gruppenwasserwerk Dieburg Sorge getragen, die Notwasserversorgung für einen begrenzten Zeitraum sicherzustellen.
- Alle Notfallpläne sind auf wenige Tage ausgelegt. Hält die Krise an, muss mit weiteren Einschränkungen gerechnet werden.
BESONDERS HILFSBEDÜRFTIGE PERSONEN
- Mobile Pflegedienste: Arbeiten mit stark begrenzten Ressourcen (z. B. Treibstoff). Frühzeitig klären, wie die Versorgung im Notfall organisiert wird. Ausfälle sind möglich.
- Apothekennotdienst: Sichert lediglich eine grundlegende Notfallversorgung. Bevorraten Sie Dauermedikation und Hausapotheke für mehrere Tage.
IHRE PRIVATE VORSORGE - UNERLÄSSLICH
- Information & Kommunikation: Batterieradio, Familien-Notfallplan, wichtige Dokumente griffbereit.
- Wärme: Sichere Heiz- oder Speicherlösungen, Absprachen mit Nachbarn oder Bezugspersonen im Vorfeld treffen, warme Kleidung, CO-Melder.
- Lebensmittel & Wasser: Vorrat für mehrere Tage (mind. 2 Liter Wasser pro Person/Tag).
- Gesundheit & Hygiene: Dauermedikation, Hausapotheke, Hygieneartikel, medizinische Hilfsmittel.
- Energie & Licht: Taschenlampen, Ersatzbatterien, Powerbanks.
- Mobilität & Bargeld: Kleine Geldbeträge, Kraftstoffreserve.
- Haustiere: Futter und Wasser nicht vergessen.
EMPFOHLENE LEKTÜRE
Nutzen Sie die Broschüre des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK): „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen‘‘ – mit Checklisten für alle wichtigen Bereiche“
Scannen Sie den QR-Code

oder besuchen Sie:
https://www.bbk.bund.de
FAZIT
Die Gemeinde Messel, stellt im Ereignisfall Anlaufstellen, Informationen, Krisenführung, begrenzte Wärmeräume und eine temporäre Wasserversorgung bereit. Alle Notfallpläne sind auf wenige Tage ausgelegt. Private Vorsorge ist daher entscheidend. Selbsthilfe vor Nachbarschaftshilfe vor organisierter Hilfe – damit Einsatzkräfte entlastet werden und Hilfe dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird,
VIELEN DANK für das Lesen und Weitersagen!
